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Haltung und Menschenbild

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Die Basis unserer Entscheidungen 

Bereits in den Grundlagen haben wir diese Themen erstmals behandelt.

>>> Grundlagen Weltbild
>>> Grundlagen Menschenbild
>>> Grundlagen Werte
>>> Grundlagen Haltung

An dieser Stelle greifen wir die Punkte noch einmal auf, um sie zu vertiefen.

Exemplarisch für ein Welt- und Menschenbild und somit einer Grundhaltung im Coaching stellen wir hier das humanistische Welt- und Menschenbild kurz vor. Wir möchten jedoch darauf hinweisen, dass dies nicht für jedes Coaching gilt, sondern dass jeder Coach sein eigenes Welt- und Menschenbild hat und weiterentwickelt.

(Anmerkung Coaching Pool zum folgenden Text)

Im Duden Fremdwörterbuch findet sich die Begriffserklärung für ein humanistisches Welt- und Menschenbild wie folgt:

'Denken und Handeln im Bewusstsein der Würde des Menschen; Streben nach einer echten Menschlichkeit'.

 

Der humanistische Verband Deutschlands gibt folgende Definition:

"Als Humanistinnen und Humanisten sind wir überzeugt: Jedes Leben ist einmalig und unwiederholbar. Deshalb liegt es am Menschen selbst, ethische und moralische Entscheidungen zu treffen. Alle Menschen haben die gleichen Rechte und Anspruch auf die Freiheit, ihr Leben selbst zu bestimmen. Die Entfaltung persönlicher Freiheit ist für uns Humanisten und Humanistinnen aber immer auch an die Verantwortung für das Leben, die Natur und die Gesellschaft gebunden. Dies beinhaltet für uns, im Rahmen eines toleranten Miteinanders eine solidarische Gesellschaft aufzubauen. Über die Grenzen von Sprachen und Kulturen hinweg setzen wir auf friedlichen Austausch von Ideen und Erfahrungen. Wir mischen uns ein in die ethischen Debatten unserer Zeit."

(Quelle: www.humanisten.de, Homepage des Humanistischen Verband Deutschlands - Bundesverband)

Das humanistische Menschenbild umfasst folgende Annahmen: Der Mensch ist im Grunde gut. Er ist fähig und bestrebt, sein Leben selbst zu bestimmen ( Autonomie), ihm Sinn und Ziel zu geben. Der Mensch ist eine ganzheitliche Einheit (Körper-Seele-Geist). In neueren Ansätzen wird die stark individuelle Sichtweise ergänzt durch die Betonung der sozialen und gesellschaftlichen Bezogenheit des Menschen.

Welchen Bezug beide Bilder (Welt- und Menschenbild) auf das Coaching haben, beschreibt folgender Text, den wir bei www.infoquelle.de gefunden haben.

"Grundhaltung im Coaching

Für ein erfolgreiches Coaching ist die Grundhaltung - die Lebensanschauung - des Coachs von großer Bedeutung. Der Coach muss sich seines ethischen Verständnisses bewusst sein, da dies maßgeblich die Qualität der Gespräche bestimmt. Das Menschenbild des Coachs ist das Fundament, auf dem sich das Coaching entwickelt.

Alle Menschen sind gleichwertig und gleichberechtigt. Die Würde des Menschen ist unantastbar."

(Quelle: www.infoquelle.de)

Was ist ein Menschenbild?

Vorstellungen über das Menschsein bzw. über das, was das Menschsein ausmacht. Es handelt sich hierbei nicht um absolute oder allgemein gültige, sondern um geschichtlich, gesellschaftlich, politisch, kulturell etc. bedingte Auffassungen.

(Lexikon. Wissenswertes zur Erwachsenenbildung von www.111er.de)

Menschenbild in der Humanistischen Psychologie

Menschenbilder sind allgemeine Vorstellungen vom Sinn des menschlichen Daseins, seinem Wert und von bestimmten Eigenschaften des Menschen. Sie bilden so die Grundlage jedes pädagogischen Handelns. In der Geschichte der Praxis und Theorie der Pädagogik gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Ansätzen über das, was der Mensch sei, z.B. das bürgerliche Menschenbild des 18. Jahrhunderts, das marxistische, gegenwärtig das postmoderne usw.

Die Entwicklung der humanistischen Psychologie kann als Gegenbewegung zum Behaviorismus und zur Psychoanalyse angesehen werden. Als sogenannte »3. Kraft« trat sie - in Amerika seit den 50er/60er und in Europa seit den 70er Jahren - gegen die Entmenschlichung (wie im 2. Weltkrieg geschehen) und gegen die Vermassung des Individuums an. Ihre philosophischen Grundlagen entstammen dem Humanismus und dem Existentialismus. Der Humanismus geht vom Wert des Individuums aus; der Existentialismus betont die Wahl- und Entscheidungsfähigkeit. Diese Kerngedanken waren für verschiedene therapeutische und pädagogische Ansätze richtungsweisend, z.B. für die Klientenzentrierte Gesprächsführung, Gestalttherapie, Transaktionsanalyse, Themenzentrierte Interaktion.


Werte

Definitionen des Begriffs „Wert“

1) Philosophie: In einem weiten Sinn Grund, Norm, bzw. Ergebnis einer (positiven) Wertung, d.h. die Bevorzugung einer Handlung vor einer anderen oder eines Gegenstandes, eines Sachverhaltes vor einem anderen. Worte im Sinne der Gründe und Normen für Wertungen sind Thema und Gegenstand der Philosophie im Rahmen wertetheoretische Konzeptionen (Wertphilosophie und Wertethik) und jeder ethisch/politischen Theorie.

(Quelle: Mayers großes Taschenlexikon)

Werte müssen nicht erst definiert werden. Jeder hat sie und bei Überschreitung der persönlichen Werte werden wir wie auch immer „auf die Barrikaden“ gehen, um diese Werte zu verteidigen. Die inneren Werte können sich durch Erfahrungen verändern und entwickeln. Neben den inneren Werten gibt es aber auch Werte, denen wir uns verpflichten.

Dies können gesellschaftliche Normen sein, Vereinbarungen in Verbänden etc. Wenn Normen, denen wir uns verpflichtet haben, einen hohen Stellenwert in unseren persönlichen Werten aufweisen, so können wir uns größtmöglich damit identifizieren. Sind es hingegen „nur“ Werte, die wir unterschrieben haben, weil wir Mitglied einer Gemeinschaft sein wollen, so können diese auch nur Makulatur sein. Wer um seine Werte weiß, der weiß auch genauer um seine Reaktionen auf die Welt und somit seiner Haltung den „Dingen“ gegenüber.

Aus einer Haltung werden Werte, aus Werten entwickeln sich Normen, aus Normen leiten sich Gesetze und Spielregeln ab und geben den Rahmen für das Miteinander. Aus dem Welt- und Menschenbild heraus definieren sich die Werte, die uns und unseren Umgang mit der Mitwelt prägen. Diese Werte sind die Richtlinien des Handelns und haben nur dann auch eine Bedeutung, wenn sie im Umgang mit dem Klienten zu finden sind.

Als Beispiel für ein Wertegerüst finden Sie hier die Werte, denen sich die Coaches aus dem Pool der Coaching Pool GmbH gemeinsam verpflichtet haben.

Allgemeine Werte

  • Die Würde des Menschen ist unantastbar
  • Unabhängigkeit von allen ideologischen und religiösen Anschauungen im Umgang mit den Menschen
  • Achtsamkeit und sorgsamer Umgang mit der Mitwelt/Umwelt
  • Respekt vor dem Individuum
  • Streben nach Qualität
  • Ständige Bereitschaft nach Innovation und Verbesserung
  • Kritikfähigkeit, Toleranz und Akzeptanz
  • Selbstachtung 

Werte in der Zusammenarbeit mit dem Klienten

  • Wertschätzende Grundhaltung dem Klienten gegenüber
  • Anerkennung seiner individuellen Grenzen und Werte
  • Absolute Diskretion und und Sicherung der Vertrauensbasis
  • Keine Manipulation des Klienten
  • Transparenz, Offenheit und Ehrlichkeit in allen Handlungen, Methoden und Vorgehensweisen
  • Anerkennung der Eigenverantwortlichkeit des Klienten
  • Anerkennung der Souveränität des Klienten
  • Uneingeschränkte Entscheidungsfreiheit des Klienten
  • Unabhängigkeit von allen ideologischen und religiösen Anschauungen in der Arbeit mit dem Klienten

 (Gelebte Werte der Coaches der Coaching Pool GmbH unter www.coaching-pool.de)



Haltung

So wie unserer Umgang mit unserem Ich und unserem Körper die äussere Haltung (Körperhaltung) prägt, so prägen die Menschen-, Weltbilder und unsere gelebten Werte unsere innere Haltung (Einstellung). Für einen Coach insbesondere, aber auch für alle anderen Menschen ist das Bewusstwerden über die innere Haltung ein wesentlicher Schritt zur Verantwortung und Entscheidungssouveränität. Im Nachfolgenden wollen wir darstellen, wie sich die Haltung des Coach im Zuhören und Fragen darstellt.

Dieser Teil ist gerade in Bearbeitung.

Zum Thema

Interne Links:

Grundlagen Weltbild 
Grundlagen Menschenbild
Grundlagen Werte
Grundlagen Haltung


Externe Links:

www.humanisten.de

www.infoquelle.de

www.111er.de

www.coaching-pool.de

 
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